Die Ortschaft am Lago di Ledro ist vor allem für ihr Pfahlbautendorf aus der Bronzezeit bekannt. Ihr Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Dorf der Mühlen", die zusammen mit den Sägewerken, Eisen- und Nägelbetrieben bis zum vergangenen Jahrhundert hier betrieben wurden, indem die Wasserkraft des Ponale-Bachs, eines Zuflusses des Lago di Ledro, genutzt wurde. Der Bau des Wasserkraftwerks...

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Die Ortschaft am Lago di Ledro ist vor allem für ihr Pfahlbautendorf aus der Bronzezeit bekannt. Ihr Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Dorf der Mühlen", die zusammen mit den Sägewerken, Eisen- und Nägelbetrieben bis zum vergangenen Jahrhundert hier betrieben wurden, indem die Wasserkraft des Ponale-Bachs, eines Zuflusses des Lago di Ledro, genutzt wurde. Der Bau des Wasserkraftwerks in Riva del Garda, das den Lago di Ledro als Speicherbecken nutzt, bedeutete das Ende dieser Anlagen.

Die Altstadt und die ältesten Ortsteile zeigen heute noch die typische Bauweise der Gegend, obwohl nach dem Ersten Weltkrieg viele wieder aufgebaut werden mussten.
Das Ortszentrum bildet die Piazza Roma. Am Südteil des Platzes befindet sich eine eindrucksvolle Granittreppe, die bis zur Kirche San Vigilio führt, einem Bau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie ersetzte das Kirchlein aus dem 16. Jahrhundert am See, das dem gleichen Heiligen geweiht war.
Nicht weit von der Ortsmitte entfernt steht im Ortsteil Verdesina, dem ältesten Molinas, die Kirche San Francesco di Paola, die ab 1628 gebaut wurde.
Am Ende des bergab führenden Wegs neben der Kirche San Francesco di Paola steht die heute vollkommen rekonstruierte „Casa Demadonna". Dort sollen die Scaliger während ihres Aufenthalts im Valle di Ledro im 14. Jahrhundert gewohnt haben.

Wenn Sie von der Staatsstraße einige Meter weiter nach Westen fahren, sehen Sie links „Casa Zecchini", das Geburtshaus des berühmten Dichters und Übersetzers Andrea Maffei (Molina di Ledro, 1798 - Mailand, 1885). Er war ein Vertreter der klassischen Schule und dank seiner guten Fremdsprachenkenntnisse übersetzte er viele Meisterwerke der deutschen und englischen Literatur ins Italienische, insbesondere Schillers Theaterstücke, „Othello" und „Der Sturm" von Shakespeare sowie viele Werke Goethes, darunter den „Faust". Zudem war er auch Dichter und Romanschriftsteller. Für Giuseppe Verdi schrieb er das Libretto für „I masnadieri" nach Schiller. Er überarbeitete auch einige Verse von „Macbeth" von Francesco Maria Piave.
Beim Besichtigen der Ortschaft dürfen Sie zwei bedeutende Mauerfresken nicht auslassen, die zur Heiligenverehrung die Außenseiten einiger Häuser zieren. In der Via Maffei können Sie die „Madonna mit Kind und den heiligen Rocco, Antonio Abate und Santa Martire" am Haus „Al Castel" aus dem Jahr 1730 bewundern. In der Nähe der Brighenti-Mühle befindet sich dagegen die „Addolorata" aus dem 18. Jahrhundert am Haus mit dem Namen „Casa Baì".

Bedeutend ist das Museo delle Palafitte (Pfahlbautenmuseum) am Lago di Ledro. Dieses wurde 1972 gegründet und enthält die wichtigsten Fundstücke, die bei den vom Museo Tridentino di Scienze Naturali in Trient organisierten Ausgrabungen ans Licht gebracht wurden. Bei den Ausgrabungen wurden über 10 000 Pfähle sowie zahlreiche Keramiken und Gegenstände aus Bronze, Stein, Knochen und Holz aus der Bronzezeit gefunden.

Text: www.vallediledro.com

Valle di Ledro 659 m, Trentino, Italien
17°
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